# Das VW Bus-Forum - Unter dem Deckmantel "Tierschutz" Lesenswert dazu:

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Unter dem Deckmantel "Tierschutz" Lesenswert dazu: (Off-Topic)

verfasst von Hammuts(R) E-Mail, 29.04.2017, 10:49

Bekomme das mit dem Verlinken nich gebacken, desshalb so herkopiert.:

>TVT Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.
Hundeimporte aus Süd- und Osteuropa
- Hundehandel unter dem Deckmantel des Tierschutzes? -
Merkblatt Nr. 113Hundeimporte
TVT e. V. 3

1. Einleitung
Hundeimporte aus Süd- und Osteuropa
- Hundehandel unter dem Deckmantel des Tierschutzes? -
Merkblatt Nr. 113 Erarbeitet vom Arbeitskreis 2 (Kleintiere) Verantwortliche Bearbeiter: Dr. Sylvia Heesen Dr. Burkhard Wendland (Stand: Oktober 2012)
Tierschutzorganisationen und einzelne Tierschützer engagieren sich in zunehmendem Maße für die Rettung von sogenannten „Straßenhunden“ aus Süd- und Osteuropa. Tierschützer vor Ort nehmen Straßenhunde auf und organisieren ihren Transport nach Deutschland, um sie dann aus Tierheimen und Pflegestellen an private Hundehalter zu vermitteln.
Insbesondere in den touristisch stark frequentierten Regionen Südeuropas (z. B. Spanien, Griechenland) wird der Transport der Hunde häufig an den lokalen Flughäfen über soge- nannte „Flugpaten“ organisiert. Es handelt sich um Touristen, die ihren Rückflug antreten und sich an den Flughäfen bereit erklären, einen Hund für die jeweilige Tierschutzorganisati- on mitzunehmen. Einige Fluggesellschaften transportieren die Hunde auch kostenlos. In Deutschland angekommen, werden die Hunde von hiesigen Tierschützern am Flughafen ab- geholt und auf Tierheime und Pflegestellen verteilt.
Nur ein Teil der Hunde kommt jedoch im Flugzeug nach Deutschland. Insbesondere aus Osteuropa (z. B. Rumänien, Ungarn), aber auch aus südeuropäischen Ländern oder der Türkei werden viele Hunde von privaten Tierschützern in Kleintransportern bzw. PKW ́s über lange Strecken auf der Straße transportiert.
Letztendlich werden die ausländischen Hunde in Deutschland von den Tierschutzvereinen gegen eine „Schutzgebühr“ (liegt derzeit zwischen 250,-€ und 350,-€ je Hund) an private Hundehalter vermittelt. Im Rahmen der Vermittlung werden sogenannte „Pflegeverträge“ mit den neuen Hundehaltern abgeschlossen. Nicht selten sind die Verträge so formuliert, dass das Eigentum an dem Hund bei dem Tierschutzverein oder der jeweiligen Pflegestelle ver- bleibt.
Bei den Hunden aus dem süd- und osteuropäischen Ausland handelt es sich in erster Linie um Mischlinge, in zunehmendem Maße werden jedoch auch Rassehunde importiert. Er- staunlich ist vor allem die hohe Anzahl an Welpen und Junghunden, die in Tierheimen und Pflegestellen ankommen. Die importierten Hunde erfreuen sich in der Regel großer Beliebt- heit bei den Hundehaltern. Sie sind häufig von mittlerer Größe, zeigen ein unproblemati- sches Sozialverhalten gegenüber Artgenossen und vermitteln dem neuen Halter das Gefühl, mit der Aufnahme des Hundes etwas Gutes getan zu haben.
Die offensichtlich einfache Vermittlung der oft noch sehr jungen Hunde aus den Tierheimen eröffnet einen Markt, der regelmäßig weiter aus dem Ausland bedient wird. Ob die in Deutschland für den Hund erhaltene „Schutzgebühr“ tatsächlich, wie von den Tierschützern in der Regel dargestellt, wieder in vollem Umfang der „Rettung“ weiterer Hunde aus dem Ausland zu Gute kommt oder in Kastrationsprojekte vor Ort investiert wird, bleibt unklar. Die zunehmenden Zahlen von Hunden, die regelmäßig aus dem süd- und osteuropäischen Aus-
4 TVT e. V. Hundeimporte
land nach Deutschland kommen, lassen jedoch den Eindruck entstehen, hier wird unter dem Deckmantel des Tierschutzes mit Hunden gehandelt.
Das folgende Merkblatt zeigt eine tierschutz- und tierseuchenrechtliche Bewertung der aktu- ellen Situation auf und wagt den Versuch einer ethischen Bewertung des dargestellten Sachverhaltes, mit dem Ziel, dem zuständigen Amtstierarzt praktische Überwachungshin- weise an die Hand zu geben.
2. Tierschutzrechtliche Bewertung
2.1 Beschreibung der Situation der Hunde in Süd- bzw. Osteuropa
In Süd-, aber auch in Osteuropa von Menschen gehaltene Haus- und Hofhunde werden oft unter Bedingungen untergebracht, wie sie hier in Deutschland vor ca. 50 Jahren üblich wa- ren. Das Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter ist häufig nur gering ausgeprägt. So ist z. B. die Haltung von Hunden an kurzen Ketten noch vielerorts zu sehen. Als Hundehütten stehen oft nur Blechtonnen zur Verfügung. Die Bereitschaft, Tiere gesundheitlich präventiv behandeln zu lassen (z. B. Impfung, Entwurmung, Kastration) ist in der Regel geringer als in Nordwesteuropa.
In der Folge werden zahlreiche freilebende Straßenhunde vorgefunden. Oft befinden sich diese in schlechtem Ernährungs-, Pflege- und Gesundheitszustand. Insbesondere in Touris- tengebieten wird immer wieder berichtet, dass sowohl Straßenhunde als auch streunende Katzen vor oder nach der Saison auf quälerische Art und Weise (z. B. durch Vergiften oder Erschießen) getötet werden, um die Zahlen streunender Haustiere zu reduzieren. In vielen Gebieten Osteuropas ist die Stadttollwut endemisch. Statt der Möglichkeit, die Hundepopula- tion über gezielte Kastrationsprojekte in Verbindung mit Tollwutimpfaktionen, nach und nach zu verringern und gesund zu halten, werden auch hier in erster Linie Tötungsaktionen durch- geführt, um die Zahl streunender Hunde zu verringern und damit die Tollwutgefahr zu redu- zieren.
Eingefangene Hunde, die in o&#776;ffentlichen Tierheimen untergebracht sind, werden wegen mangelnder Vermittelbarkeit meist nach kurzer Zeit eingeschla&#776;fert. Die Vermittlungschancen von Tierheimhunden im Herkunftsland selbst sind nur gering. <


Bin selbst regelmässig in GR unterwegs und erlebe regelmäßig auf der Fähre die "Tierfreunde" mit Kleintransportern beladen mit geretteten...
Das ist in meinen Augen ein Geschäftsmodell und hat nix mit Tierliebe zu tun!

---
Gruß
hammuts

 

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