# Das VW Bus-Forum - Wieso Sprit teurer? Und Vergleich Golf VI und A3

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Wieso Sprit teurer? Und Vergleich Golf VI und A3 (Off-Topic)

verfasst von Diesellok(R) E-Mail, K-Poll, 04.08.2017, 13:52
(editiert von Diesellok, 04.08.2017, 14:22)

Hallo erstmal,

> > Rekuperation bringt nur da was wo viel gebremst werden muss. Ob sich der
> > Mehraufwand durch Kraftstoffersparnis bezahlt macht ist die Frage.

> Unglaublich wieviel Unkenntnis immer noch bezüglich des HSD von Toyota
> besteht.

Danke. Könnten wir bitte sachlich bleiben?

> Die Karre fährt mindestens zu 50% elektrisch mit selbst erzeugtem
> Strom. Routinierte Fahrer schaffen auch über 60%.

Verstehe ich das richtig, 60% Rekuperation? Du schreibst ja "selbst erzeugter Strom", damit schließe ich übers öffentliche Stromnetz eingeladenen Strom aus. Also kann es nur elektrisch erbremster Strom sein.
Eine hohe Rekuperationsquote erreicht man indem man viel bremst. Das schließt jedoch eine energiesparende Fahrweise aus. Daher ist die Rekuperationsquote an sich nicht aussagekräftig, weil sie zu sehr vom Betriebsprogramm beeinflusst wird.
Vergleiche hierzu S-Bahn und IC. Klar, S-Bahn gewinnt, verbraucht trotzdem mehr.

> Meine Frau mit wirklich
> schwerem Gasfuß schafft selten über 5L/100km.

Gut, das bestätigte der Taxifahrer auch: 5 l für den Prius, 6 l für den Diesel. Allerdings 5 l Benzin gegenüber 6 l Diesel. Das egalisiert den km-Kostenanteil der Brennstoffkosten. Ergebnis: Keine Ersparnis der Energiekosten bei höheren Fixkosten durch die zweite, vollwertige elektrische Antriebsanlage und die zusätzliche Pufferbatterie.

> Da die Antriebe und Batterien
> quasi unbegrenzt halten, rentiert sich das für den Taxifahrer allemal.

Der Prius hat unbegrenzt haltbare Batterien? Sie altern nicht und sind gleichermaßen zyklenfest? Das ist spannend.

[Werbung gelöscht, außerdem am Thema vorbei, die Taximillionäre sind die /8 und W123, die inzwischen in Marokko fahren]

> > Außerdem kommt es mir irgendwie unrund vor dass die DUH vom Hersteller
> mit
> > dem Rinderkopf im Emblem gesponsort wird. Daher sehe ich die
> fernöstlichen
> > Benzin-Hybride kritisch im mehr oder weniger schmutzigen
> > Verdrängungswettbewerb gegenüber den mitteleuropäischen Dieseln.
>
> Die Zusammenarbeit mit Toyota läuft nun schon über 18 Jahre, lange vor dem
> Dieselskandal.

Klar, Deutschland hat sich mit den TDIs (übrigens war FIAT mit dem TD i.d. der erste mit einem TDI im PKW) weltweit einen Namen gemacht (den die Hersteller jetzt freiwillig und selbst zerstören).
Toyota vertritt einen anderen Ansatz, sie sparen mit Benzinmotoren und nutzbremsgespeistem elektrischem Hilfsantrieb Kraftstoff.
Um hier die deutschen Hersteller abzulösen muss sich der Rinderkopf mit seinem Konzept gegen den hier (und besonders in Frankreich) vorherrschenden Dieselantrieb vorgehen. Dabei ist ihm die DUH gerne behilflich.
Denn seien wir ehrlich: Ginge es um die Abgase an sich, wären auch ausländische Hersteller von Diesel-PKW im Focus und man würde auch über Abgase von Benzinern reden (--> Feinstaubproblematik der GDI). Tut man aber nicht.

> Die Japaner schaffen aber mit dem sauberen Atkinson-Motor
> locker die bisherigen und zukünftigen Grenzwerte.

Naja, das klingt so wie die Mederer'sche Knickpleueleuphorie [Edith korrigierte den Namen]. Außerdem vergleichst Du einen Benziner mit einem Diesel. Äpfel ./. Birnen.

> Ich kann mich noch an die Aussage von Fritz Indra erinnern...der Hybrid ist
> eine Vergewaltigung der Physik....

Das habe ich nie gesagt. Ich habe nur angezweifelt dass der Zusatzaufwand für die elektrische Maschine und die Batterie im privat genutzten PKW rentabel ist.
Bei Stadtbussen sind die Betriebserfahrungen der Verkehrsbetriebe nicht so gut gewesen wie erhofft, weshalb diese lieber gleich auf Batteriebusse setzen. Und die fahren (und bremsen) schließlich den ganzen Tag und das 12...15 Jahre lang und haben daher ein viel größeres Interesse daran, ihren Brennstoffkostenanteil zu drücken als ein privater PKW. Der wird, wenn er km schrubbt, das im Fernverkehr tun. Und da ist wegen des Fahrspiels der Anteil rückgewinnbarer Energie enttäuschend niedrig, während jedes kg an Mehrgewicht den Roll- und Beschleunigungswiderstand erhöht.
Also:
- Hybridantriebe im privaten PKW: lohnt eher nicht
- Hybridantriebe in Stadtbussen: grenzwertig rentabel, Seriell- wie Parallelhybride
- Hybridantriebe im SPNV: Gegenstand von Prototypen (Parallelhybrid im Desiro Classic (Siemens)), wegen der Leistungsdichte große Batterie erforderlich, daher ist der Schritt zum reinen Batterieantrieb mit Lademöglichkeit über Fahrleitung nur noch gering.

Hybrid kann sinnvoll sein, muss aber nicht. Letztlich ist es Geschmacksache. Da will ich Dir nicht auf den Schlips treten.

Viele Grüße, Wolfgang

---
Lieber V16 als 16v ;-)

 

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